Geförderte Bildungsangebote für Mädchen und Frauen als entwicklungspolitische Maßnahme in LDCs (Least Developed Countries)

Weltweit, aber speziell in den Ländern Afrikas südlich der Sahara, lässt sich eine massive Diskrepanz der Bildungsrate im Vergleich der Geschlechter festhalten. Zwei Drittel der weltweiten Analphabeten sind Frauen, weniger als 60% der Mädchen in Mittel- und Westafrika werden eingeschult und jährlich verringern die begrenzten Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen in Afrika das Pro-Kopf-Wachstum um 0,8%.

Wir Junge Liberalen fordern deshalb eine Förderung der Bildungsangebote für Mädchen und Frauen als entwicklungspolitische Maßnahme in den LDCs.

Wichtig ist hierbei aber nicht nur eine quantitative Verbesserung des Bildungszugangs durch die Beseitigung der Gründe für mangelnden Schulbesuch, z.B.:

  • Fehlende getrennte sanitäre Anlagen für Mädchen
  • Pflicht zur Mitarbeit im elterlichen Haushalt
  • Frühe Schwangerschaften und Heiraten
  • Mangel an Lehrerinnen in muslimisch geprägten Ländern
  • Angst vor sexueller Belästigung und Gewalt

Auch die qualitative Verbesserung der Bildungsangebote muss vorangetrieben werden, v.a. im Bereich der Gesundheit und Aufklärung. Langfristig wird die Investition in Bildung von Mädchen als die „wirksamste Einzelinvestition, die ein Entwicklungsland vornehmen kann“ bezeichnet, zu den positiven Folgen gehören unter anderem:

  • geringere Kinder- und Müttersterblichkeit
  • Durchbrechen des Teufelskreises von extremem Bevölkerungswachstum und Armut sowie Hunger durch Rückgang der Fruchtbarkeitsrate
  • höherer Bildungsstand von Töchtern und Söhnen
  • höhere Produktivität und stärkere Einbindung in den Arbeitsmarkt
  • Rückgang der Neuinfektionen mit dem HI-Virus

Weiterhin ist die Bildung für Mädchen durch die langfristige Wirkung des Rückgangs der Fertilitätsrate der günstigste, kosteneffektivste Mechanismus zur Emissionsreduzierung, sie reduziert Emissionen deutlich wahrscheinlicher als ein Wechsel zu erneuerbaren Energien oder irgendeine zurzeit angewandte Strategie.

Insgesamt kann die verstärkte Bildung für Mädchen und Frauen in den LDCs als ganzheitliche Maßnahme zur Entwicklungsförderung in den Bereichen Klimaschutz, Wirtschaft, Gesundheit und Armuts- sowie Hungerbekämpfung betrachtet werden.

Kindertagespflege muss wieder attraktiv werden

Die Jungen Liberalen fordern, dass die Kindertagespflege ihre bereits gesetzlich vorgeschriebene Unterstützung der öffentlichen Hand bekommt. Dies ist im speziellen bezogen auf die Sozialversicherungen (Unfall-, Alters- sowie Kranken- und Pflegeversicherung). Hier muss das Niveau der Unterstützung auf Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Versicherung erhöht werden.

Zudem fordern die JuLis, dass Pflegetagekräfte unlimitiert Pflegeverhältnissen mit Kindern schließen dürfen, solange nicht mehr als fünf Kinder gleichzeitig betreut werden (gem. §43 SGB VIII). Dementsprechend soll Art. 9 BayKiBiG (2) Satz 1 ersatzlos gestrichen werden.

Autobahnring der Zukunft

Die Jungen Liberalen fordern einen untertunnelten Autobahnsüdring. Zudem soll in diesem Projekt ein Bahnsüdring enthalten sein, der die Linien S3, S6, S7 und S8 verbindet. Dieser kann sowohl als zusätzliche S-Bahntrasse geführt werden, wie auch als Tram (bei entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen).

Die Straße soll für alternative Antriebskonzepte und autonomes Fahren optimiert sein (bspw. Induktionsflächen, Internetverbindung, Standortmarkierungen, etc.).

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